Lisa ... und die Leukämie

Lange nichts geschrieben...

... und trotzdem alles gut.

Oh je, habe ich schon lange nichts mehr von uns hören lassen. Jetzt muss ich selbst erst mal rekapitulieren, was los war.

In der Woche vom 27.02. bis 02.03.07 waren wir wie geplant zu den Chemospritzen in Gießen. Da uns Lisa's Ärztin eröffnete, dass wir demnächst in die Poliklinik, sprich die Ambulanz der Kinderklinik in Gießen, zu weiteren Behandlung gehen müssten, haben wir uns nochmal mit einer Weiterbehandlung in Hanau auseinander gesetzt. Lisa wollte das ja im Januar nicht, da sie dort niemanden kennt und sich nicht sicher war, wie es dort so ist. Vielleicht kommt auch ein wenig dazu, weil wir von dort nach Gießen überwiesen wurden und alles Übel seinen Anfang hatte.

Auf jeden Fall fiel es uns beiden sehr schwer uns endgültig in Gießen zu verabschieden. Wobei, endgültig ist das nie. Sollte es Probleme geben, die einen stationären Aufenthalt nach sich ziehen, dann sollen wir auf jeden Fall wieder kommen. Egal, ob wo die ambulante Behandlung weitergeführt wird. Und Sommerfest und Weihnachtsfeier stehen ja auch jedes Jahr wieder an. 

Na auf jeden Fall waren wir am 16.02.07 bei Dr. Bertram, dem Leiter der Kinderklinik in Hanau. Für ihn ist es kein Problem, dass wir zukünftig nun nach Hanau zur Behandlung kommen. Lisa muss sich nun erst daran gewöhnen, dass es keine "eigene" Station mit Spielzimmer und so für sie gibt, sondern eben nur einen Behandlungsraum mit "Sonderschnellservice "für uns.

Im Klartext heißt das, dass wir auf schnellstem Weg durch den Wartebereich direkt in einen Behandlungsraum gebracht werden, damit Lisa sich nicht an irgendeinem anderen Kind infizieren kann. Und für uns heißt es, dass wir innerhalb von 15 Minuten in der Klinik sind.

Am WE 17. / 18. 03.07 bekam Lisa einen extremen Husten mit Schnupfen, den sie aber ohne Fieber hinter sich brachte. Das erste Mal seit langem, dass sie mit einem Infekt nicht nach Gießen musste. 

In der Woche vom 26.03. bis 30.03. war Lisa nun zum ersten Mal zu den  Chemospritzen in Hanau. Am Montag war nur Blutabnahme um die entscheidenden Werte für die weitere Chemobehandlung zu ermitteln. In Gießen ging das, dank Spezialausrüstung, innerhalb von 5 Minuten. In Hanau das Labor braucht dafür 2-3 Stunden. Und da ist es für uns einfacher schon einen Tag vorher mal zwischendurch in die Klinik zu fahren, als am ersten Tag der Spritzen ewig zu warten. 

Lisa's Werte waren auf jeden Fall ok, so dass die Chemo ganz planmäßig über die Bühne ging. Wie gewohnt hat Lisa einige Zeit vor den Spritzen ihre Tabletten gegen Übelkeit genommen und sich ab Donnerstag dann doch gewundert, dass ihr nicht übel ist. Dr. Bertram darauf angesprochen meinte er, dass es schon daran liegen kann, dass wir noch Hanau und nicht nach Gießen fahren. Sprich nichts gegen die Klinik, sonder er meinte die Fahrt und der ganze damit verbundenen Stress, der aus dem Rhythmus gebrachte Tag, all das kann dazu beitragen, dass die Übelkeit gefördert wird.

Für Lisa und mich ging die Woche sehr angenehm rum, wenn man mal bedenkt, dass sie wieder einen weiteren Chemoblock hatte. Und das war schon der 4. von 12. Ein Drittel hat sie schon geschafft. Morgens ganz normal Schule für Lisa und Arbeiten für mich. Zwischendurch mal für eine Stunde Klinik und dann für Lisa ganz normales Nachmittagsprogramm. So kann das von uns aus gerne weitergehen. 

Claudia (Lisa's Mama) am 1.4.07 21:48

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Sibylle / Website (3.4.07 14:54)
Hallo Ihr Beiden!

Das sind ja tolle Nachrichten, die ich da gerade lesen konnte. Wie sehr freue ich mich für euch, dass es nun so viel leichter geworden ist. Da habt ihr ja euren normalen Alltag fast wieder. Wie schön

Liebe Grüße von Sibylle und macht einfach weiter so

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