Lisa ... und die Leukämie

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Ein Tag zum Feiern

Nach dem es bei uns ja zum Glück eine, was Lisa angeht, sehr ereignislose Zeit gab - es verlief alles nach Plan und ohne Komplikationen - möchte ich heute hier wieder mal etwas mehr von uns hören lassen.

Nach nun fast einem Jahr hat Lisa heute den letzten Chemo-Block der Erhaltungstherapie beendet. Sprich die letzte Chemospritze ist 2 Stunden her, die Chemotabletten muss sie zwar noch bis zum 01.01.08 nehmen, aber die Spritzen waren immer so die Termine an denen wir uns voran gehangelt haben.

Lisa ging es die ganze Zeit über auch während der Chemo-Blöcke sehr gut. Zu gut, meinte der behandelnde Arzt manchmal, lies sie aber gewähren. Seit 3 Monaten merkte sie nun die Anreicherung der Chemo im Körper vor allen Dingen in den Beinen. Immer so zum Tiefpunkt 14 Tage nach Chemobeginn taten die Beine weh und sie war etwas müder, schlapper und blasser als wir es die restliche Zeit von ihr gewohnt waren. Sie hat sogar die letzten 2 Monate während dieser Zeit auf ihr Tennis verzichtet.

Diesmal war es so, dass die Schmerzen in den Beinen nur besser wurden, wenn sie tatsächlich Ruhe gehalten hat und nicht viel unterwegs war. Darum war auch dieser Block für uns nun sehr wichtig, denn von nun an kann es nur besser werden.

Die nächsten Wochen werden die Blutbildkontrollen nun weiterhin wie gewohnt alle 14 Tage stattfinden. Ende Januar steht Lisa dann nochmal eine gründliche Untersuchung in Gießen bevor. Ob wir dazu nochmal stationär aufgenommen werden müssen wissen wir noch nicht.

So etwa bis Ostern muss Lisa noch die Antibiotika-Tabletten nehmen, da es noch so lange dauern wird, bis sich das Blutbild wieder normalisiert hat. Danach kann dann begonnen werden Lisa verloren gegangenen Impfschutz wieder aufzubauen. Ab dann werden auch die Kontrollen in immer größeren Abständen stattfinden.

Lisa's Arzt meinte, dass wir dann auch beginnen sollten die zurückliegende unerfreuliche Zeit zu verdrängen und zu vergessen und nicht immer bei jeder Kleinigkeit in die Panik zu verfallen, dass es ein Rückfall sein könnte. Er versicherte, es ist möglich zu vergessen, aber es dauert schon seine Zeit.

Beruhigend für mich ist, dass er auch weiterhin unser Ansprechpartner bleibt, wenn Lisa etwas hat und wir nicht wieder zum normalen Hausarzt wechseln müssen. Zumindest die nächsten Jahre fühle ich mich bei dem Gedanken wohler, da er doch über Lisa besser informiert ist als meine Hausärztin.

Ich bedanke mich bei allen, die in der schweren Zeit zu uns gehalten haben und deren Kommentare, Mails, Anrufe und Gespräche uns immer wieder Kraft gegeben haben. Und gerade jetzt kurz vor Weihnachten wünsche ich allen eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit und ein Jahr 2008 in dem auch eigene Wünsche wahr werden können.

 

Gruß, Claudia  

2 Kommentare Claudia (Lisa's Mama) verlinken 7.12.07 16:15, kommentieren

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